Presseberichte

Ruf der weiten Welt

Ein Bericht von Kathrin Grochowski

Silke Hewuszt hat ihn gewagt. Den Schritt in die Selbstständigkeit. Bei "German Au-pair" ist die 29-Jährige ihr eigener Chef. Damit erfüllt sie sich nicht nur selbst einen Traum, sondern gleichzeitig auch vielen jungen Mädchen.

Ein Jahr in den USA leben, weit weg von zu Hause, die Zeit zwischen Schule und Studium oder Ausbildung sinnvoll überbrücken und nebenbei Englisch lernen: Das alles will Silke Hewuszt ermöglichen. Sie vermittelt Deutsche in Gastfamilien, zunächst vorwiegend in Amerika. Nach einem Interview, bei dem sich das angehende Au-pair-Mädchen - gerne auch ein männlicher Kandidat - vorstellt und über Rechte und Pflichten aufgeklärt wird, hilft die Diplom-Kauffrau bei Bewerbung und Visumsanträgen. Silke Hewuszts US-Partneragentur sucht dann den passenden "Deckel".

Foto: Reckl. Zeitung, Thomas Nowaczyk

Für ihre Vermittlung berechnet die 29-Jährige 200 Euro, von der Partneragentur bekommt sie eine "Erfolgsprämie" von 500 Euro, wenn das Au-pair ein Jahr durchhält. Bis jetzt hat sie zwei potenzielle Kundinnen an der Angel, doch noch ist nichts unterschrieben. "Dass ich nicht schnell reich werden kann, ist mir bewusst", sagt Silke Hewuszt, die sich zu Hause am Holbeinweg ein Büro eingerichtet hat. Sie weiß, dass sie erst bekannter werden muss. "Mund-Propaganda und ein aussagekräftiger Internet-Auftritt sind in dieser Branche entscheidend."

Vor zehn Jahren hat Silke Hewuszt 13 Monate in Oregon verbracht. Eine Zeit, die sie trotz einiger Rückschläge nicht missen möchte. "Meine ersten Gastgeber waren nur auf dem Papier eine Bilderbuch-Familie. Man kann den Menschen eben nur vor den Kopf gucken - das gilt auch für diejenigen, die ich vermitteln soll." Mit Familie Nummer zwei hatte sie mehr Glück, der Kontakt besteht bis heute.

"Anfangs hatte ich schreckliches Heimweh", sagt sie rückblickend. "Insgesamt aber bin ich selbstständiger geworden, habe viel an Lebenserfahrungen sammeln können." Als Lebenserfahrung verbucht sie auch ihren Schritt in die berufliche Unabhängigkeit - ganz gleich, was die Zukunft bringt. Silke Hewuszt gibt sich und "German Au-pair" zwei Jahre Zeit. "Bis dahin sollte der Laden laufen. Falls es nicht klappt, probiere ich etwas Neues aus."

Donnerstag, 04. Januar 2007

Quelle: Recklinghäuser Zeitung / www.westline.de

Diesen Pressebericht kannst Du auch im Downloadsbereich als Pdf auf deinem Rechner speichern.